Kundenfragen sind mehr als längere Keywords
Carsten Pohl
„Projektmanagement-Software“ und „Welche Lösung passt zu einem kleinen Team ohne eigene IT?“ können zum selben Angebot führen. Sie verlangen aber nicht dieselbe Erklärung. Die zweite Frage enthält Bedingungen, die bei einer reinen Themenliste leicht verloren gehen.
Fragen aus echten Gesprächen sammeln
Vertrieb und Support wissen oft, wo Interessenten unsicher werden: beim Datenimport, bei Vertragslaufzeiten, bei der Nutzung im Team. Sammeln Sie solche Fragen zunächst im Wortlaut. Ordnen Sie sie anschließend nach dem Problem, das gelöst werden soll.
Nicht jede Variante braucht eine eigene Seite. Mehrere Fragen können denselben Sachverhalt betreffen. Eine klare Erklärung mit einem nachvollziehbaren Beispiel kann dann hilfreicher sein als fünf nahezu identische Artikel.
Die Bedingungen beantworten
Ein Redaktionsbriefing sollte festhalten, für wen der Text gedacht ist und welche Entscheidung danach leichter fallen soll. Welche Voraussetzungen gelten? Welche Grenzen hat das Angebot? Welche Angaben müssen vom Produktteam bestätigt werden?
Die Form ergibt sich daraus. Eine kurze Gegenüberstellung passt zu Tarifunterschieden, ein Ablauf zu einer Einrichtung und ein Beispiel zu einer Berechnung. Das Format sollte der Erklärung dienen.
Im Monitoring voneinander unterscheidbar halten
Fragen nach Empfehlungen, Vergleichen und allgemeinen Informationen lassen sich getrennt beobachten. Wer sie pauschal zusammenfasst, erkennt unter Umständen nicht, dass die Marke bei der frühen Orientierung vorkommt, beim konkreten Anwendungsfall aber fehlt.
Der Text sollte anschließend an den sachlichen Lücken gemessen werden, die er schließen soll. Eine Markennennung ist eine zusätzliche Beobachtung, kein Ersatz für die Frage, ob ein Kunde die Antwort auf seine Entscheidung findet.
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